Ausbildung

Packmitteltechnologe/-technologin

Verpackungen, Packstoffe und Packhilfsmittel gehören zum täglichen Leben wie der Inhalt. Das Leben von heute wäre ohne Güterverkehr und ohne Verpackung unmöglich. Die Verpackung schützt den Inhalt vor Schädigung, wirbt für das Produkt, "verkauft" die Ware und ermöglicht eine rationelle Lagerung. Verpackungen, Packstoffe und Packhilfsmittel aus Papier, Karton und Pappe kennen wir in den unterschiedlichsten Ausführungen wie z.B.

  • Wellpappe und Wellpappenerzeugnisse,
  • Faltschachteln,
  • Displays.

Wo diese Produkte industriell hergestellt werden, braucht man qualifizierte Fachkräfte zur Bedienung der schnell laufenden und technisch hochwertigen Maschinen.

Diese qualifizierten Fachkräfte sind Packmitteltechnologen.

Drei Jahre, die's bringen!

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. In der Grundausbildung lernt man mit Maschinen umzugehen, Verpackungskonstruktion zu erstellen und das große Einmaleins der Metallbearbeitung. Danach durchlaufen die Azubis alle Bereiche eines Wellpappenwerks. Sie erfahren die Kniffe der Papierverarbeitung und wie Wellpappe hergestellt wird. Sie lernen, die technisch anspruchsvollen, meist computergesteuerten Hochleistungsmaschinen einzurichten, zu bedienen, umzustellen, zu kontrollieren und zu warten. Ebenso werden umfangreiche Materialkenntnisse sowie einschlägige Unfallverhütungs- und Umweltschutzvorschriften vermittelt.

Weitere Ausbildungsinhalte sind Druckvorbereitung, Stanzformenbau und Verpackungsentwicklung.

Begleitend zur betrieblichen Ausbildung findet der Berufsschulunterricht im Block in den Fachklassen der Berufsbildenden Schule in Neustadt an der Weinstraße statt.

Haupteinsatzgebiet für Packmitteltechnologen ist die Tätigkeit als Maschinenführer für Wellpappenanlagen, Stanzautomaten oder Inliner-Maschinen. Die modernen Wellpappenanlagen sind Hochleistungsmaschinen, die pro Minute zwischen 250 und 300 Meter Wellpappe herstellen. Inline-Maschinen stellen aus den unbearbeiteten Wellpappentafeln fertige Verpackungen her. Pro Stunde werden in diesen Maschinen bis zu 20.000 Wellpappenzuschnitte bedruckt, geschlitzt, gefaltet und seitlich verschlossen. Millimeterarbeit leisten die computergesteuerten Flachbett- oder Rotationsstanzen, die komplizierte Verpackungen nach Maß anfertigen.

Wer weiterkommen will in der Wellpappenindustrie, kann sich zum Industriemeister Papierverarbeitung fortbilden. Ein branchenorientiertes Studium mit dem Abschluß zum Diplom-Ingenieur (FH) ist an den Fachhochschulen Berlin, München oder Stuttgart möglich.

Packen Sie es an!